HMRC plant, bis 2030 vollständig digital zu sein, aber sind Ihre Mehrwertsteuerverfahren darauf vorbereitet?
Am 21. Juli 2025 veröffentlichte das HMRC seinen aktualisierten Fahrplan für die digitale Transformation, in dem es seine Vision für ein modernes, standardmäßig digitales" Steuersystem bis 2030 darlegt.
Dies ist kein fernes Ziel. Der Fahrplan unterstreicht eine Richtung, die bereits in vollem Gange ist. Die zugrundeliegende Botschaft ist, dass die MwSt-Berichterstattung schneller, genauer und automatisierter werden muss und die Unternehmen sich jetzt anpassen müssen.
Was hat sich geändert?
Die HMRC geht weg von der papiergestützten Einreichung und der stapelweisen Übermittlung hin zu einem digitalisierten Steuermodell in Echtzeit. Zu den wichtigsten Punkten des veröffentlichten Fahrplans gehören:
- Ziel ist es, dass bis 2030 über 90% aller Interaktionen mit Steuerzahlern digital erfolgen
- Breitere Nutzung von APIs und strukturierten digitalen Aufzeichnungen
- KI-basierte Validierung und Fehlererkennung zur Verbesserung der Compliance
- Verstärkte Bemühungen um Echtzeit-Berichterstattung und Prüfbarkeit
Dies kann zwar auf den aktuellen Anforderungen der "Making Tax Digital" (MTD für die Mehrwertsteuer) aufbauen, aber der Umfang und die Raffinesse gehen viel weiter. Nach den heutigen MTD-Vorschriften müssen Unternehmen digitale Verbindungen unterhalten, Mehrwertsteuererklärungen über kompatible Software einreichen und strukturierte Aufzeichnungen elektronisch aufbewahren.
Dieser neue Fahrplan deutet jedoch auf eine Verlagerung hin zu einem stärker automatisierten Datenaustausch, weniger manuellen Anpassungen und einer tieferen Systemintegration insbesondere für große und komplexe Organisationen hin.
Für Unternehmen, die im Vereinigten Königreich für Mehrwertsteuerzwecke registriert sind, bedeutet dies eine grundlegende Änderung der Art und Weise, wie die Mehrwertsteuer von der HMRC verwaltet wird. Es wird nicht mehr ausreichen, am Ende des Monats Berichte zu erstellen und Dinge manuell zu überprüfen. Erwartet werden jetzt saubere, genaue Daten an der Quelle und eine nahtlose Verbindung mit HMRC.
Das Risiko für Unternehmen
Viele Unternehmen verlassen sich immer noch auf zeitaufwändige, manuelle Workarounds, um die Einhaltung der Mehrwertsteuer zu verwalten. Daten sind oft erst nach dem Berichtszeitraum verfügbar, was bedeutet, dass Korrekturen spät und manchmal außerhalb des ERP-Systems vorgenommen werden, was das Risiko erhöht:
- Menschliches Versagen
- Verspätete Anmeldungen
- Ressourcenintensive Abstimmungen
- Lücken in den Prüfpfaden
Wir haben im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg der HMRC-Kontrollen zur Einhaltung der MTD beobachtet, wobei digitale Aufzeichnungen, Systemverknüpfungen und die Genauigkeit der Ablage genauer unter die Lupe genommen wurden. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass die Durchsetzung der MTD verschärft wird und dass Unternehmen, die sich noch auf Tabellenkalkulationen oder halbdigitale Prozesse verlassen, einem wachsenden Compliance-Risiko ausgesetzt sein könnten.
Wie die Unternehmen darauf reagieren
Vorausschauende Steuerteams investieren in intelligentere, ERP-native Automatisierungstools, die den Lebenszyklus der Mehrwertsteuer von der Zuweisung der Steuernummer bis zur endgültigen Einreichung rationalisieren.
Wir beobachten zwei wichtige Veränderungen:
- Automatisierte Mehrwertsteuerermittlung
Tools, die automatisch den korrekten MwSt.-Code zum Zeitpunkt der Transaktion auf der Grundlage einer Echtzeitlogik ermitteln, die an das Produkt, den Kunden, die Lieferanschrift und den Lieferkettenfluss gebunden ist, reduzieren Nacharbeit, Risiko und Zeitaufwand erheblich.
- Digitale Mehrwertsteuer-Compliance
Lösungen, die Mehrwertsteuerdaten direkt aus dem ERP-System eines Unternehmens (z. B. SAP) extrahieren, sie automatisch validieren und die digitale Übermittlung an HMRC ermöglichen, helfen Unternehmen, sich von Tabellenkalkulationen und Middleware zu lösen und zu einer vollständig integrierten Compliance zu gelangen.
Was dies für den weiteren Weg bedeutet
Wenn Sie sich bei der Einhaltung der MwSt.-Vorschriften immer noch auf Exporte am Ende des Zeitraums, Offline-Prüfungen oder manuelle Zuweisungen von Steuerkennzeichen verlassen, ist es jetzt an der Zeit, diese neu zu bewerten. Die Systeme, auf die Sie sich heute verlassen, sind möglicherweise nicht für das Niveau an Genauigkeit, Rückverfolgbarkeit und Echtzeitbereitschaft geeignet, das HMRC anstrebt.
Wir bei Meridian haben speziell für SAP-Anwender, die diese Umstellung bewältigen müssen, Tools entwickelt:
Arco VAT-Bestimmung wendet automatisch das richtige Steuerkennzeichen zum Zeitpunkt der Transaktion auf Einzelpostenebene an, wodurch sich die Nacharbeit verringert und die Einhaltung der Vorschriften von Anfang an in Ihren SAP-Prozess integriert ist.
Arco-Einhaltung extrahiert Live-Daten direkt aus SAP und ermöglicht so eine genaue Mehrwertsteuerberichterstattung und -einreichung, ohne auf Monatsabschlüsse oder manuelle Abstimmungen warten zu müssen.
Um herauszufinden, wie diese Lösungen Ihr Steuerteam unterstützen können, nehmen Sie Kontakt mit Meridian auf.
