Warum SAP-Standardkonditionssätze bei der Mehrwertsteuerermittlung versagen - und was Sie dagegen tun können
Standard-SAP-Konditionssätze waren lange Zeit die gängige Methode zur Ermittlung von Umsatzsteuerkennzeichen. Da die Unternehmen jedoch grenzüberschreitend expandieren und die Mehrwertsteuervorschriften immer komplexer werden - vor allem innerhalb der EU -, ist dieser traditionelle Ansatz nicht nur veraltet, sondern auch ineffizient und riskant geworden.
Ein System, das auf Einfachheit ausgelegt ist, nicht auf die heutige Komplexität
Als SAP ursprünglich entwickelt wurde, war die Mehrwertsteuer in Europa relativ einfach zu handhaben. Man hatte es entweder mit Inlandsverkäufen oder mit Exportgeschäften außerhalb der eigenen Gerichtsbarkeit zu tun. Diese Grundeinstellung war damals ausreichend und passte gut in den Rahmen der SAP-Konditionstechnik.
Aber das ist Jahrzehnte her.
Die Ermittlung der Mehrwertsteuer umfasst heute ein weitaus differenzierteres Regelwerk: innergemeinschaftliche Lieferungen, Triangulation, Umkehrung der Steuerschuldnerschaft, Reihengeschäfte, digitale Dienstleistungen und länderspezifische Vorschriften, die sich ständig weiterentwickeln. Doch der SAP-Ansatz zur Steuerermittlung hat sich nicht mitentwickelt. Stattdessen verlässt es sich nach wie vor auf starre Zugriffsfolgen und statische Konditionssätze, wodurch es für die Bewältigung moderner Herausforderungen im Bereich der Mehrwertsteuer schlecht geeignet ist.
Die Auswirkungen auf die Unternehmen in der Praxis
Für multinationale Unternehmen können die Einschränkungen der SAP-Standardkonditionssätze erheblich sein:
- Explosion der Zustandsberichte: Um moderne Mehrwertsteuerszenarien zu bewältigen, müssen Unternehmen Tausende - oder sogar Millionen - von Konditionssätzen erstellen. Jede Variante in Bezug auf Lieferant, Material, Gerichtsbarkeit oder Transaktionsart erfordert oft eine eigene Regel.
- Mangelnde Standardisierung: Jeder Parameter in SAP kann als Teil eines Konditionssatzes verwendet werden, was zu einem Flickenteppich an Logik führt, dem es an Konsistenz und Wartbarkeit mangelt.
- Manuelle Wartung und menschliches Versagen: Das Erstellen und Verwalten dieser Aufzeichnungen ist eine weitgehend manuelle Aufgabe, die das Risiko von Fehlern erhöht, die zu fehlerhaften MwSt.-Buchungen, Prüfungsrisiken oder Nichteinhaltung der Vorschriften führen können.
- Verlust von institutionellem Wissen: Wenn Mitarbeiter in Schlüsselpositionen das Unternehmen verlassen, nehmen sie oft nicht dokumentierte Logik und Entscheidungsgrundlagen mit, was eine künftige Wartung ohne kostspielige Nacharbeit nahezu unmöglich macht.
- Mangelnde Skalierbarkeit: Da sich die Mehrwertsteuervorschriften in den verschiedenen Ländern ständig ändern, können Unternehmen, die sich auf diesen veralteten Ansatz verlassen, nur schwer skalieren oder sich effizient anpassen.
Das Argument für Vereinfachung und Automatisierung
Zum Glück muss das nicht so sein.
Neuere, intelligentere Lösungen zur Ermittlung der Mehrwertsteuer können die Abhängigkeit von SAP-Konditionssätzen um bis zu 90% oder mehr reduzieren. Diese Plattformen lassen sich nahtlos in SAP integrieren und nutzen zentralisierte Regeln, Stammdaten und aktuelle Steuerinhalte, um die Auswahl von Steuerkennzeichen präzise und konsistent zu automatisieren. Sie bieten:
- A regelbasierter Motor die reale Mehrwertsteuerszenarien widerspiegelt.
- A einzige Quelle der Wahrheit für die Steuerlogik in der gesamten Organisation.
- Audit-bereit Dokumentation von Steuerentscheidungen.
- Skalierbarkeit da sich Geschäftsmodelle und Steuervorschriften weiterentwickeln.
Machen Sie den nächsten Schritt
Wenn Sie herausfinden möchten, wie Ihr Unternehmen die manuelle Pflege von Konditionsunterlagen reduzieren, die Einhaltung von Vorschriften verbessern und die Mehrwertsteuerermittlung rationalisieren kann, laden wir Sie ein, mehr darüber zu erfahren.
Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, um eine persönliche Demo zu vereinbaren und herauszufinden, wie Ihr Unternehmen von intelligenter Mehrwertsteuer-Automatisierung profitieren kann.

Kommentare sind geschlossen.